Warum Burnout Prävention

Burnout Prävention

Psychische und physische Erschöpfung sind typische Symptome des Burnout-Syndroms. Oft gehen diese einher mit dem Gefühl von Überforderung und einer geringen Leistungszufriedenheit. Die Betroffenen fühlen sich typischerweise matt und abgeschlagen, innerlich zumeist aber angespannt und nervös. Dies führt oft zu einer leichten Reizbarkeit und gelegentlich auch zu Aggressionen.
Meist geht dem Burnout eine Phase voraus, die durch Desillusionierung und Frustration gekennzeichnet ist, nachdem sich eine idealisierte Begeisterung als realitätsfern erwiesen hat. Diese Phase kann bis hin zur Apathie gehen. Wird auf ein Burnout-Syndrom nicht reagiert, kann sich daraus eine Depression entwickeln.

Burnout erkennen und vorbeugen

Erkennt man die typischen Anzeichen für einen drohenden Burnout, kann noch mit gezielten Maßnahmen gegengesteuert werden. Gleichzeitig kann aber auch, ohne dass ein akuter Burnout droht, präventiv an den Ursachen gearbeitet werden. Wesentliche Faktoren für einen Burnout können sein:

  • Stress durch z. B. hohe Arbeitsbelastung oder Termindruck
  • Überforderung
  • zu hohe Erwartungshaltung
  • mangelnde Arbeitsorganisation
  • ständige Konfrontation mit Problemen anderer
  • zu hohe oder unklare Zielvorgaben
  • unzureichendes Feedback
  • fehlendes positives Feedback
  • ständige Zielkonflikte
  • Ängste, z. B. vor Arbeitsplatzverlust
  • Mobbing und Bullying

Im Rahmen der Burnout Prävention ist es wichtig, diese Punkte, die einen Burnout auslösen können, zu erkennen und durch entsprechende Maßnahmen gegenzusteuern. Einige der Einflussfaktoren lassen sich im beruflichen Alltag nicht abstellen, wie z. B. der Kontakt von Pflegepersonal mit kranken Patienten. Umso wichtiger ist es für bestmögliche Kompensation zu sorgen. Im Beispiel könnte dies durch eine ausreichende Personaldecke sein, die nach belastenden Situationen eine Auszeit ermöglicht. Eine Alternative könnten Angebote zur Supervision sein.

Warum ist Burnout Prävention wichtig

Aus wirtschaftlicher Sicht sinkt die Arbeitsleistung des Betroffenen, die Fehlerquote steigt. Dadurch werden Kollegen stärker belastet, die diese Ausfälle kompensieren müssen. Fällt ein Mitarbeiter aus, müssen die Kollegen die vollständige Arbeitskraft auffangen. Durch die Mehrbelastung steigt für diese ebenfalls das Risiko, ein Burnout-Syndrom zu entwickeln.
Im privaten Umfeld kann ein Burnout zu einer erheblichen Belastung im sozialen Miteinander werden. Der Betroffene kann sich oft nur selten dazu aufraffen, etwas mit anderen zu unternehmen. Gleichzeitig reagiert er auf soziale Interaktionen oft unberechenbar gereizt bis aggressiv. Dies kann einen starken Einfluss auf die sozialen Bindungen haben, da sich der Betroffene oft auch abkapselt.
Im frühen Stadium eines Burnouts – und auch bereits im Vorfeld präventiv – ist es für Burnout-Gefährdete oft noch möglich, ihre Lage von außen zu betrachten, Abstand zu gewinnen und positive Einflüsse und Entwicklungen zu erkennen und zu höher gewichten. So finden sie die Möglichkeit zur Entspannung, die die dabei hilft, Symptome zu lindern und diesen im Rahmen der Burnout Prävention vorzubeugen. Wird ein Burnout akut, findet der Betroffene keine Möglichkeit für sich, Abstand von den ursächlichen Faktoren zu gewinnen.
Mit einer entsprechenden Präfention wird den Ursachen für ein Burnout-Syndrom entgegengewirkt und die Symptome abgemildert.

Medizinskandal Depressionen

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