Stress Definition

Stress Definition

Es ist nicht ganz einfach, eine allgemein gültige Stress Definition zu finden. Eigentlich ist Stress eine ganz natürliche Reaktion des menschlichen Körpers, die sich evolutionsbiologisch erklären lässt. Schon für die Urzeit-Menschen war es lebenswichtig, dass sie ihren Körper auf Gefahrensituationen einstellen, alle Reserven auf Flucht, Jagd oder Kampf „einschalten“ konnten. Wenn es die Situation erforderte, stiegen Blutdruck und Puls, die Atmung beschleunigte sich, alle Sinne waren geschärft, alle Muskeln angespannt, der Körper bekam einen Energieschub.

 

Was schon den Urmenschen geschah, passiert uns auch noch heute und Schuld daran sind die Stresshormone, die bei inneren und äußeren Reizen ausgeschüttet werden.

 

Weil wir aber heute eher nicht mehr flüchten und gewöhnlich auch nicht kämpfen müssen, haben wir weniger Gelegenheit, den Stress wieder abzubauen. Bleibt der körperliche „Alarmzustand“ aber längere Zeit bestehen, können wir ernsthaft erkranken. Allerdings gehört zur Stress Definition auch der positive Stress, der die Leistungsfähigkeit erhöht, ungeahnte Kräfte in uns mobilisiert und uns besonders erfolgreich sein lässt. Wie fast immer im Leben macht es auch hier die Dosis und nicht jeder Mensch verträgt das gleiche Maß an stressigen Situationen.

 

Chronische Überforderung ohne ausgleichende Entspannung führt aber bei den meisten Menschen zu Störungen und Krankheiten. Wenn unsere Energie-Reserven aufgebraucht sind, werden wir gereizt und nervös, bekommen vielleicht Schlafstörungen und Albträume, Magen-und Darmprobleme, Herzbeschwerden, Schwindelgefühle, Ohren- und Rückenleiden oder alle möglichen anderen körperlichen und seelischen Probleme. Im schlimmsten Fall endet der chronische Stress in einer Depression oder im Burnout, bei dem dann gar nichts mehr geht.Die beste Methode Stress zu verhindern, besteht darin, chronische Überlastung und Ärger zur vermeiden. Das fängt damit an, dass wir erkennen, was uns eigentlich stresst.

 

Die Wissenschaft spricht hier von den so genannten Stressoren und jeder von uns hat andere. Was ein Individuum schon stresst, ist für ein anderes positive Selbstverwirklichung. Wir sollten lernen, selbstbewusst zu sein, aber auch Fehlschläge und Krisen als etwas Normales zu akzeptieren, Versagensängste, und Selbstzweifel möglichst zurückzudrängen und uns Auszeiten zu gönnen, in denen wir nur das tun, was uns Spaß macht und uns gut tut. Entspannungstechniken aber auch die richtige Ernährung, genügend körperliche Bewegung und befriedigende soziale Kontakte sind gut gegen Stress.



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